Als Busted wieder nach Hause kamen

Hello Friend

Liebe Annie,

passend zu deinem Frisuren-Selfie von letzter Woche (was mir ausgesprochen gut gefallen hat), wurde ich gestern durch meine Twitter-Timeline darauf aufmerksam gemacht, dass Harry Styles seine Haare abgeschnitten hat. OMG! Eine Welle der Erschütterung und der Trauer überkam meine Timeline. Wieso? Weiß ich auch nicht. Es gab nicht mal ein so tolles Nachher-Foto wie von dir! Letztendlich sind es ja nur Haare und wie Philipp Poisel einst so wundervoll in einem Radiokonzert erklärte: „Wächst ja wieder.“
Was die ganze Sache wiederum erwähnenswert macht, ist, dass die (vermutlich) wunderschönen, unglaublich tollen Harry Styles-Haare nicht im Mülleimer landeten, sondern der Organisation Little Princess Trust zugute kamen.

Nun zu einem anderen wichtigen Thema. Ich fühle mich unglaublich geehrt, dass ich in dieser Kolumne über den ersten Busted-Song nach zwölf Jahren sprechen darf. Er heißt Coming Home und ist genau das: Nach Hause kommen.
In den letzten Tagen habe ich dieses Lied ziemlich oft gehört und mit jedem Mal gefällt es mir besser. Es ist wirklich kein Song, der einen schlagartig im Herzen trifft und eine vorübergehende Emotion weckt. Nein, er schleicht sich langsam über die Ohren und die Erinnerungen im Kopf in das Musik-Herz und bleibt dort, um ein bleibendes Gefühl zu hinterlassen. Man muss es öfter als einmal hören, um all die Feinheiten zu erkennen, die dieser Song bereithält – und es gibt wahrhaftig viele zu entdecken. Im Prinzip ist es wie in diesem Video, das du mir letzte Woche gezeigt hast: Musik ist etwas, was uns bewegt; woran wir unsere Gefühle heften und sie zum Ausdruck bringen können.
Natürlich kann man die Frage stellen, ob die Band nun eine Richtung eingeschlagen hat, die man nach ihrer Abwesenheit und der Zeit mit McBusted erwartet hätte. Hat man zwölf Jahre auf diesen Song gewartet? Absolut nicht, da man erst seit ein paar Monaten auf neue Musik hoffen konnte.
Nichtsdestotrotz kann ich verstehen, dass dieser Song eine gewisse Erwartungshaltung nicht erfüllen kann und man deswegen nicht in der Lage ist, sich mit der Thematik zu identifizieren. Das kann dazu führen, dass man den Song nicht mag. Mir geht es nur nicht so.
Eine wichtige Frage, die man sich stellen muss: Möchte man, dass frisch gebackene Familienväter, die sich im Laufe der Zeit persönlich wie musikalisch entwickelt haben, ein weiteres Mal von Miss McKenzie singen? Nein, wenn man ganz ehrlich ist, wäre das mehr als rückschrittig.
Aus musikalischer Sicht ist es also wahrhaftig kein schlechter Song, die Stimmen unserer drei Lieblingsbriten sind ausgereift und ein Geschenk für alle Hörer. Es ist die logische Konsequenz aus all ihren vorrangegangenen Projekten und man erkennt jeden einzelnen von ihnen in diesem Lied wieder. Man muss einfach abwarten, wie die nächsten Songs klingen werden. Im Moment sind Busted wie eine große Wundertüte, bis zum Rand gefüllt mit einzigartigen Ideen. Sie sollten ernst genommen werden.


Außerdem habe ich neue Musik aus Finnland entdeckt, als ich nach Inspiration für mein Manuskript gesucht habe: Niila. Und wer hat ihn mitgebracht? Natürlich kein geringerer als Samu Haber! Hör es dir mal an.

Die Woche war sehr kurz und ich habe den Feiertag und den darauffolgenden Brückentag dazu genutzt, um in der Sonne zu sitzen und einfach nur zu lesen. Als Unterhaltung dient mir Clockwork Princess, der dritte Band der Chroniken der Schattenjäger-Reihe von Cassandra Clare. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich vermute, hätte es Harry Potter nicht gegeben, wäre diese fantastische und mystische Welt ein würdiger Ersatz. (Wobei ich in keiner Zeit leben möchte, in der es Harry Potter nicht gegeben hat.) Der Schauplatz dieser Reihe ist ein London im 19. Jahrhundert und man trifft auf viele spannende und ausgereifte Charaktere. Der Roman nimmt einen mit in eine Welt, in der Schattenjäger und Dämomen existieren, und beschäftigt sich dabei nicht nur mit der Geschichte von zwei bis drei Figuren. Nahezu jeder erwähnte Charakter hat eine Vergangenheit, eine Gegenwart und (vielleicht) eine Zukunft, die dem Leser im Laufe der Reihe gezeigt wird. Das macht es wirklich schwer sich auf einen Lieblingscharakter festzulegen. Für einen Jugendroman bringt er ebenfalls einiges an Werten und Anschauungen mit, die zum Nachdenken anregen und in eine Handlung mit vielen Wendungen eingebettet sind. Es geht um Liebe, Freundschaft, Verbundenheit, Familie und Ehre…

Ich versinke nun wieder in diese Welt und hoffe, dass ich bald weiß, wie es ausgeht.
Sonnige und herzliche Grüße,
Lauretta

P.S.: Auf die nächsten acht Facebook-Freundschaftsjahre! Vielleicht dann ja nur mit Bildern von uns?

P.P.S.: In diesem Monat beteilge ich mich mit meinem Instragram-Account an der Aktion #MeettheBloggerDE von @annehaeusler. Vielleicht gibt es da für dich noch etwas zu entdecken.


Was Annie letzte Woche erlebt hat, findet ihr in der Hello Friend-Kolumne auf ihrem Blog!

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5 Gedanken zu “Als Busted wieder nach Hause kamen

  1. Pingback: Mehr als nur neue Geschichten #2 |

  2. Hallo Lauretta,

    wie kommt es dass, wir so viel über Bücher sprechen, aber so wenig über Musik? Wir hören zwar nicht unbedingt das Gleiche, aber wir haben beide eine gefestigte Meinung darüber, würde ich behaupten. Das mit der Wartezeit um danach nicht begeistert zu sein, kenne ich nur zu gut. Für mich ist es natürlich schwieriger zu beurteilen, da ich zwischendrin das Genre gewechselt habe und daher noch kein Jahrelanger Anhänger irgendwelcher Bands bin. Im Gegenteil, ich suche mir, was mir gefällt und lerne nach und nach die Unterschiede kennen und höre es dann, oder eben nicht.
    Jedenfalls finde ich, dass du vielleicht mehr in die finnische Richtung gehen solltest, oder in die isländische, denn dir haben ein richtig gutes Gespür für Musik, die antreibt. Vielleicht findest du noch weitere Interpreten, die deinen Geschmack treffen und deine Texte beflügeln!

    Liebe Grüße!
    Henrik

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Henrik,
      wir können uns gerne auch mehr über Musik unterhalten. Ich denke, das könnte interessant werden. Dieses Thema ist in gewisser Weise so universell, dass man nicht mal das gleiche Genre hören muss, um zu verstehen, was gemeint ist.
      Hast du denn eine konkrete Band im Sinn, wenn du mir finnische Musik empfiehlst?
      Liebe Grüße,
      Lauretta

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