Sommerbuch | Mona Kasten: Schattentraum

Schattentraum

Zum Abschluss dieser Woche möchte ich eine Empfehlung für eine ganze Buchreihe aussprechen: Die drei Schattentraum-Bände von Mona Kasten. Diese Romane haben mich durch die letzten beiden Sommer begleitet.

Da ich am Anfang noch gar nicht so sicher war, ob mir diese Bücher überhaupt gefallen werden, wurde diese Geschichte für mich zu einem kleinen Sommerexperiment – mit positivem Ausgang.
Skeptisch war ich einerseits, da ich zuvor noch kein Buch einer Selfpublishing-Autorin gelesen hatte. Außerdem war ich unsicher, ob ich mich in dem Genre Fantasy wohlfühlen würde. Es war ziemlich lange her, dass ich ein Buch mit diesen Elementen zur Hand genommen habe und in vollem Umfang begeistert war.
Letztendlich ließ ich mich von den sozialen Netzwerken, die die Romane als absolutes Muss auszeichnen, und dem Auftreten der außergewöhnlich sympathischen Autorin auf Twitter und Youtube überzeugen.
Als ich dann die ersten Seiten gelesen hatte, wusste ich, dass es überhaupt nichts zu bereuen gibt. Der Schreibstil der Autorin ist einnehmend, mitreißend und auf eine gewisse Art so liebenswürdig, dass man ihr gerne in die Welt ihrer Geschichte folgt. Die Art des Schreibens überträgt sich auf die Charaktere, sodass es einem Leser nicht schwer fällt, sie zu mögen.

Emma ist ein siebzehnjähriges, lesebegeistertes Mädchen. Das klingt zunächst ganz normal, doch sie hat vor sechs Monaten ihre Mutter bei einem Autounfall verloren. Seitdem ist ihr Leben alles andere als normal. Sie hat Alpträume, die erst besser werden, als Gabriel in ihr Leben tritt. Doch wer Gabriel ist, musst sie erst noch herausfinden. Das gestaltet sich erstmal schwierig, da sich Emma mit seiner arroganten Art überhaupt nicht anfreunden will, sich seinem Charme jedoch nicht entziehen kann. Mit Gabiel an ihrer Seite lernt Emma die Welt mit Licht und Schatten ganz neu kennen.
Mit vielen Entwicklungen und Wendungen verfolgt man Gabriels und Emmas gemeinsame Geschichte durch alle drei Bände. Jedes Thema, mit den sie sich während der Handlung auseinandersetzen, hinterfragt man auf eigene Weise. Und so reichen die Erfahrungen mit den Protagonisten weit über das erste Lesen hinaus. Man lernt, weint, kämpft und liebt mit ihnen. Emma, Gabriel und jede weitere wichtige Person der Romane werden zu Begleitern und Freunden, die man nicht mehr gehen lassen möchte.
Die fantastischen Elemente sind harmonisch in die Geschichte eingebunden, sodass sich meine anfänglichen Bedenken komplett erübrigt haben. Alles, was erklärt werden muss, bekommt den Raum dafür. Das bedeutet, dass auch Leser, die zum ersten Mal mit dem Genre in Berührung kommen, die Handlung verstehen.
Eventuell haben mich diese Romane dem Genre sogar wieder ein bisschen näher gebracht, denn seitdem ist die ein oder andere fantastische Geschichte auf meinem gelesenen Stapel gelandet. Ohne Schattentraum und Mona Kasten hätte ich die Clockwork-Reihe vielleicht nie gelesen. (Und das wäre ein fataler Fehler gewesen!)

Positiv aufgefallen ist mir, dass jeder einzelne Band für sich mit einem größeren Handlungsstrang abgeschließt. Natürlich gibt es offene Fragen und Cliffhanger, die einen dazu bringen, unbedingt zum nächsten Buch zu greifen. Aber ich finde nichts schrecklicher als ein Buch zu lesen, dessen Geschichte in der Mitte der Handlung plötzlich aufhört. Selbst bei Reihen finde ich es wichtig, dass es einen anständigen Abschluss gibt. Das ist Mona Kasten bei all ihren Büchern perfekt gelungen. Jedes Mal war ich froh, das Buch gelesen zu haben und wollte gleichzeitig noch so viel mehr lesen.

Das „Must Read“ des Sommers.

 

Autor: Mona Kasten
Titel: Schattentraum – Hinter der Finsternis / Mitten im Zwielicht / Vor dem Lichtglanz
Sprache: deutsch
erschienen: Oktober 2014 / Juni 2015/ März 2016
ISBN: 978-1502841513 / 978-1514625064 / 978-1530467020
Link zu den Büchern


Weitere Sommerbücher:

Jonah von Laura Newman
Tage zum Sternepflücken von Kyra Groh
Rock Kiss 3 von Nalini Singh

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4 Gedanken zu “Sommerbuch | Mona Kasten: Schattentraum

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