Als ich nicht wusste, worüber ich schreiben soll

Hello Friend

Liebe Annie,

vielleicht wird das hier die schlechteste Kolumne aller Zeiten, denn ich habe heute leider kein Thema für dich. Was soll man über eine Woche sagen, in der das mediale Großereignis die Trennung von Sarah und Pietro Lombardi war und selbst  da schon nach einem Tag alles gesagt gewesen wäre…
Nachdem in den letzten zwei Wochen gefühlt unglaublich viel passierte, waren die letzten Tage für mich quasi Off-Days. Also werde ich einfach drauf los schreiben und wir schauen mal, wohin es mich bis zum Ende getragen hat.

Gedanklich hing ich in den ersten Tagen definitiv dem verlorenen Schreibwettbewerb hinterher. Trotz der Tatsache, dass ich mich mit der Frage auseinandersetzte, warum meine Kurzgeschichte nicht gut genug war, habe ich versucht nicht alles schlecht zu sehen. Zu sagen, dass ich mich gar nicht getroffen hätte, wäre allerdings nicht angemessen. Nachdem das Krönchen wieder gerichtet war, hat mir diese, nennen wir es mal, Niederlage nur noch mehr gezeigt, dass diese Geschichte nicht mit einer begrenzten Wortzahl erzählen werden kann, beziehungsweise ich das einfach nicht kann. Mit neuen Ideen, neuer Pinterest-Pinnwand und neuer Playlist bin ich also ans Werk gegangen, um meine ausgedachten Figuren in die Richtung zu lenken, die ich für sie geplant habe, und ihnen den Raum zu geben, den sie benötigen. Ich glaube an diese Geschichte.

Neue Musik bringt mich zu meinem Lieblingsalbum der Woche… Natürlich neben All or Nothing von Nick Howard, das mindestens genauso oft durch die Wohnung schallt.
Hast du inzwischen Immer noch Mensch von Tim Bendzko angehört? Ich weiß, dass es auf deiner Präferenzliste nicht ganz so weit oben steht wie auf meiner, aber du solltest es versuchen. Wie ich erwähnte, klingt es anders als die Lieder davor – was meiner Meinung nach einfach nur wunderschön ist! (Vermutlich werde ich das Adjektiv für diese Art von Musik niemals ändern.)
Interessanterweise fühlte ich mich beim ersten Hören der folgenden Zeilen an einen ganz anderen deutschen Künstler erinnert, der dir mehr zusagt:

Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern
Meiner Wut und der Euphorie
Keine Maschine
Ich leb‘ von Luft und Fantasie

Tim Bendzko – Keine Maschine

Na, du auch? Vielleicht ist es nicht ganz so offensichtlich, wenn man nicht auf einmal die Stimme von Andreas Bourani im Kopf hat, der singt:

Und du bist wie ich, ich bin wie du
Wir alle sind aus Fantasie
Wir sind aus Staub und Fantasie

(Alles nur in meinem Kopf)

Jaja, diese Deutschpoeten. Manchmal fühlt es sich an wie ein Kreis, der sich schließt. Aber muss man in diese Auffälligkeit nicht allzu viel interpretieren, da es letztendlich nur ein nettes kleines Wort ist, das schon Max Prosa damals zu seinen guten Zeiten als Albumtitel diente: Die Phantasie wird siegen.
Nichtsdestotrotz: Ich bin #TeamBendzko.

Dass in dieser Woche wenig los war, hat immerhin dazu geführt, dass ich ganze zwei Bücher lesen konnte, die mich gut unterhalten haben. Das machte entgültig den Weg frei für ein ganz bestimmtes Theaterstück über eine Gruppe von Zauberlehrlingen. Viel länger hätte ich das Warten sowieso nicht mehr ertragen, nachdem ich es der Buchhändlerin letztens fast aus den Händen gerissen hätte.
Diese neuen Seiten nach so langer Zeit aufzuschlagen, erfüllte mich also definitiv mit einer gewissen Aufregung. Ich werde berichten.

Nun bleibt mir nur noch eine stilvolle Verabschiedung übrig. Wir befinden uns zwar in einem Abschnitt des Jahres, in dem man Nachrichten mit den Worten „Hoffentlich sehen wir uns dieses Jahr nochmal“ beendet, diese Floskel muss ich bei dir jedoch nicht anwenden. Es ist ja ziemlich sicher, dass wir uns noch öfter sehen werden (Termine, Termine!).

Trotzdem habe ich noch einen Zug zu erwischen, der mich zu den neuen Abenteuern in Hogwarts bringt.

Zauberhafte Grüße,

Lauretta


Wie Annie und ich unseren Tag auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse verbracht haben, erfahrt ihr in der Hello Friend-Kolumne von letzter Woche auf ihrem wunderbaren Blog!
Es ist einer der Beiträge, der genau ausdrückt, warum sie meine beste Freundin ist und ich sie niemals durch jemand anderen ersetzen würde (auch, wenn sie das bei jeder passenden Gelegenheit versucht 😉 ).

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Ein Gedanke zu “Als ich nicht wusste, worüber ich schreiben soll

  1. Pingback: Als Heimkommen so schwer war wie nie | Kleinstadthipster

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