Als wir mehr als nur ein Lied waren

Hello Friend

Liebe Annie,

das war also 2016! Mehr muss man dazu fast gar nicht sagen, denn dieses Jahr hat sein Statement wohl sehr deutlich gemacht.
Persönlich hatte ich bis vor ein paar Tagen noch das Gefühl, dass es einfach an mir vorbeigezogen ist. Doch es war auch ein Jahr, in dem ich nicht mehr sein wollte, wer ich vorher war. Ein Jahr, in dem ich es dir nicht besonders leicht gemacht haben dürfte. Trotzdem muss ich an dieser Stelle nicht melancholisch werden, denn warst du nach wie vor bei allem dabei – so wie ich bei dir. Diese Kolumne ist entstanden und hat viele schönen Ereignisse und Geschichten festgehalten. Von denen darf es im nächsten Jahr gerne wieder genauso viele und noch mehr geben.

2017 wird wohl ein Jahr der Jubiläen. Auch, wenn es dich nach wie vor erschüttern sollte, erschien Harry Potter und der Stein der Weisen vor zwanzig Jahren. So unrealistisch es sich auch anhören mag, es ist wahr. Einerseits macht es mich froh, dass die Zauberwelt schon so lange existiert, andererseits ist man auch ein wenig erschrocken, da man sich gleichzeitig einfach so alt fühlt… Gut, denken wir nicht länger drüber nach!
Ein vielleicht weitaus schönerer Gedanke ist es, dass sich unser Kennenlernen in wenigen Wochen (an irgendeinem Tag im Februar) zum zehnten Mal jährt.
Vor zehn Jahren… Nie mehr ohne dich!
Und immer wieder muss ich daran denken, dass ich in der Zeit, in der es das gute alte MySpace noch gab und dein Profilsong A lonely September von den Plain White T’s war, niemals – wirklich niemals – damit gerechnet hätte, dass ich dort die ersten Erinnerungen mit meiner heutigen besten Freundin sammelte. Uns verband die Leidenschaft zur Musik, dabei wäre es zu unserem ersten gemeinsamen Konzert, aufgrund mehrerer Komplikationen, fast gar nicht gekommen…
Eigentlich schade, dass wir diese ersten Gespräche nicht irgendwo gespeichert haben und das große, schwarze Loch des Internets sie einfach verschluckt hat. Allerdings hat es auch etwas Gutes. Wahrscheinlich wäre es heute doch sehr peinlich, würde es einsehbare Dokumente von diesen Gesprächen geben. Besser, es bleibt in den Tiefen unserer Herzen verborgen.

Years & years, we won’t forget
The time and place that we met
And now I remember it all so clear
You signed your name on my heart
Saying you were here

Olly Murs – Years & Years

Nun, wie zehn Jahre kommt es mir gar nicht vor, viel mehr als hätte jemand kurz geschnippst und mitgeteilt, dass die Zeit vergangen ist. Wenn ich heute beschreiben müsste, was uns verbindet, ist es nicht mehr nur die Musik. Es ist etwas, was uns keiner mehr wegnehmen kann. Es sind eben diese einzelnen Momente, die man uns zusammen geschenkt hat, die zu Jahren wurden und in denen wir uns Seite an Seite entwickelt haben.

Liebe. Konstantine. Etwas, was ich für dich tue. Mut und Vertrauen. Ron Weasley, Draco, Crabbe und Goyle. Etwas, was du für mich tust. T-Shirts mit und ohne Gesichtern. Glück und Freude. Zac Efron und Wasser. Der eiserne Steg. Schläfchenzeit. Eine schwimmende Bühne und Paparazzibilder. Tempo, Tempo. Alte Straßen, neue Wege. Ein Bembel und viele Gummibärchen. Der Prototyp. Lange Zugfahrten. Erfahrung. „Wir haben uns beim Essen gesehen.„. Drachenjäger. Die Super-Heimwerker. Leuchtstäbchen. Fantasie. Ein Whirlpool im Wohnheim. Zusammenhalt. Barney und seine Freunde. Ein Bus mit Partyplattform. Tokyo, Berlin und München. Der Schnecken-Patronus. Hanna und Paula. Eine viel zu heiße Heizung. Lübecker Marzipan. Straßenkonzerte. Ein schwarzes Pony und ein Drummer. Pullover mit Löchern und Sonnenbrillen. Die Zauberuniversität und ihre merkwürdigen Wesen. P13. Tiffy. Bücherkisten. Chip und Chap. Abschied. Gemeinsam geteilter Schmerz. Lost In Linguistic – Die Uninovela. Träume. Fernsehgarten und griechischer Wein. Abenteuer. Neuentdeckungen und Wiedersehen. Streit und Versöhnung. Glöööckler-Bettwäsche. Viele Lachanfälle.
Die Gewissheit, dass alles gut wird.

through-the-years

Deswegen bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher, dass dieses ganze älter werden gar nicht schlimm sein kann. Bevor wir zwanzig wurden, wussten wir schließlich auch nicht, was uns erwarten würde. Wir hatten uns und eine Menge Spaß, solange das so bleibt, kann gar nichts passieren – auch mit 30 nicht!

Ich sage DANKE und wünsche dir und allen Lesern unserer Kolumnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein aufregendes, traumhaftes Jahr 2017! Begleitet uns weiterhin bei unseren Abenteuern.

Die allerherzlichsten Grüße,
Lauretta

P.S.: Mein Lied des Jahres ist nun ganz offiziell Black Magic von Little Mix.
(So, wie diese Kolumne in diesem Jahr anfing, soll sie wohl auch enden.)


Alle vergangenen Hello Friend-Kolumnen aus dem Jahr findet ihr hier und auf Annies Blog!

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Ein Gedanke zu “Als wir mehr als nur ein Lied waren

  1. Pingback: Als endlich das Jahr anfing, auf das ich sooo lang gewartet habe | Kleinstadthipster

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