Als der April Musikliebemomente und neue Namen brachte

Hello Friend

Liebe Annie,

in der Kolumne ist es in den letzten Wochen ein wenig still geworden, was aber nicht daran lag, dass es nichts zu erzählen gab, sondern schlicht und einfach die Zeit fehlte, genau das zu tun. In diesem Brief habe ich die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst.

Der April brachte ein paar Neuerungen mit sich und so war es Zeit für neue Namen. In eingeweihten Kreisen nennt man mich anscheinend nun Laurentius. Wenn ich mir jemals vorstellen könnte unter einem Namen berühmt zu werden, dann selbstredend unter diesem… Oder auch nicht, denn eigentlich gefiel mir Lauretta immer ganz gut und #neinLaura hat doch auch schon einen gewissen Anklang gefunden. Aber so ist das eben mit den Ruf- und Spitznamen: Man kann sie sich leider nicht aussuchen, die Situation bringt sie mit sich.
Du hingegen hast deinem Blog einen neuen Namen und ein neues Design verpasst. So wurde aus Kleinstadthipster kurzer Hand Miss Micropolitan. Die beste der besten findet ihr nun unter folgendem Link: https://missmicropolitan.wordpress.com.

Neben all dieser Kreativität mangelte es uns natürlich nicht an dem passenden Frühlings-Soundtrack. Gemeinsam waren wir auf drei Konzerten, was ungefähr der Anzahl entspricht, die ich im kompletten letzten Jahr erreichte. Doch es waren musikalische und herzerwärmende Highlights, die ich mir niemals hätte entgehen lassen.
Und da wären wir schon wieder bei einem neuen Namen. Der erste Musiker, der uns auf der Reise durch den April begegnete, war nämlich, wie du ihn gerne nennst, Jamie Carter Bowling. Oder wie ihn alle anderen kennen dürften: Jamie Campbell Bower mit seiner Band Counterfeit. Im Vorfeld war ich noch recht unsicher, wie dieser Abend ausgehen würde, denn es gab nur zwei Möglichkeiten: Entweder würde es einer der besten Abende werden oder absolut unerträglich. Denn ich bin kein Punkmädchen, das Album Together We Are Stronger, das sie kürzlich rausbrachten, finde ich trotzdem qualitativ sehr gut. Außerdem war es die perfekte Gelegenheit einen Punkt meiner Bucket List zu erfüllen: Gehe auf ein Konzert, das nicht deinem eigentlichen Musikgeschmack entspricht.

Counterfeit.JPG

Foto von Dennis Schollmaier

Die Wahl der Location, die viel Platz bot, war für mein Wohlbefinden nicht die schlechteste. Das gemischte Publikum konnte sich verteilen und so durchbrach niemand die Komfortzone eines anderen. Anwesend waren einige, die aussahen, als würden sie beim Betreten eines Moshpits, Circle Pits oder einer Wall of Death schon mal eine gebrochene Nase riskieren bis hin zu denjenigen, die derartiges zum ersten Mal erlebten. Für mich war es nicht vollkommen neu (hatte ich doch schon unfreiwillig auf einem kostenlosen Festival Erfahrungen dieser Art bei den Killerpilzen gemacht! Ich hoffe, ihr lest die Ironie heraus, stattgefunden hat es trotzdem.), betrachtete dieses Spektakel aber lieber aus etwas Entfernung. Es hat Spaß gemacht und Jamie ist ein charismatischer, junger Mann, von dem ich glaube, dass er noch sehr viel mehr zu erzählen hat als es in den fünfundvierzig Minuten möglich gewesen wäre. Auf der Bühne standen fünf Musiker, die genau wussten, was sie taten und ihre Instrumente so beherrschten, dass dabei Musik und nicht nur Krach entstanden ist.

Einen Tag darauf folgte Philipp Poisel und viel mehr, als ich schon unter meinen Instagram-Bild erzählt habe, kann ich gar nicht sagen. Es war traumhaft schön. Allein das Bühnenbild und die ganzen Requisiten, die für jedes einzelne Lied auf die Bühne geschoben wurden, zeigten, wie viel Liebe dahintersteht. Poisel Konzerte sind diejenigen, die sich in mein Herz einbrennen und die ich mit keiner Sekunde vergesse.

Es gibt Menschen und Momente, die man in seinem ganzen Leben nicht mehr vergisst. Philipp Poisel ist Mensch und Moment zugleich, da er beides in den letzten neun Jahren immer wieder vereint hat. Wenn er sich ankündigt, verspricht das eine großartige Zeit zu werden. Ob nur mit einer Gitarre unter dem Arm auf einer Brücke oder mit vielen Musikern und aufwendiger Bühnenshow, er hat nie enttäuscht. Was er zurücklässt, sind Dankbarkeit und Stolz, seine Stimme hören und an seinem Weg teilhaben zu können. Jedes Mal zauberte er ein Lächeln auf unsere Gesichter. Es ist mit so vielen Erinnerungen verbunden. Auch wenn ich viel Platz für die verschiedensten Künstler dort habe, ist doch seine Musik mein Herz. Und ich bin froh, all diese Momente mit einem weiteren Menschen teilen zu dürfen. @annie_valentino #philipppoisel #meinamerikatour2017 #musikliebe #fürimmer #Freundschaft #konzert #live #frankfurt #festhalle

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Ebenfalls viel Liebe, also Musikliebe, erwartete uns schließlich am Freitag. Geführt hat es uns in unsere Lieblingslocation, in der wir viel zu lange nicht mehr gemeinsam waren, obwohl dort vor zehn Jahren alles begonnen hat. (Ich werde den Ohrwurm von Radiopilot dieses Jahr wohl nicht mehr los. Was ist eigentlich mit denen? Haben sie nicht kurz mal so getan, als würde sich bei ihnen etwas tun?) Wenn ich mich recht erinnere, war ich das letzte Mal dort, als Fargo noch mit dem Rest von The Love Bülow zusammen Musik machte.
Damals versprach er uns, dass er wiederkommt. Es hat zwar etwas gedauert, aber dieses Versprechen hat er gehalten und auf seiner Tour kurz Halt gemacht. Auch wenn es eine Ewigkeit her zu sein schien, fühlte es sich genauso herzlich und freundlich an wie damals. Mitgebracht hat er KrisKraus, die dazugehörige Band und extrem coole Collegejacken. Am liebsten hätte ich ja eine mitgenommen.
Du weißt es, ich weiß es und jeder, der mir auf Instagram folgt, weiß es nun auch: Fargo ist im Grunde der einzige, dem ich beim Rappen zuhören mag. Das darf er dann gerne zu allem, was ihm einfällt, da er über einen großen und angemessenen Wortschatz verfügt, um den verschiedensten Themen Raum und Bedeutung zu geben. Er hat wirklich verdient, dass ihm die Leute zuhören. Und von KrisKraus wird man mit Sicherheit auch noch mehr erfahren.
Kommt bald wieder, versprochen?

Fargo

Bücher habe ich in diesen Monat genau eins gelesen: Der letzte erste Blick von Bianca Iosivoni. Ein Roman, der mich daran glauben lässt, dass aus dem Genre New Adult doch gute Geschichten entstehen können! An anderer Stelle erzähle ich darüber mehr.

Ich verabschiede mich in den Mai und schicke dir wunderbare Grüße,
Lauretta


Die nächste Kolume erscheint dann wieder auf Annies Blog.

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Ein Gedanke zu “Als der April Musikliebemomente und neue Namen brachte

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