In welches Land bist du in diesem Jahr literarisch gereist? #1

Sommer

Was wäre ein Sommer ohne Menschen, mit denen man ihn teilt? Deswegen habe ich Blogger, auf deren Empfehlungen ich mich immer verlassen kann, gefragt, an welchen literarischen Orten sie sich in den letzten Monaten besonders wohl gefühlt haben.
Hier ist Teil 1. Viel Spaß beim Entdecken!


Tasmin von tasmetu

Reisen ist mein Leben. Neue Länder zu entdecken erfüllt mich mit Glück und Liebe. An einem neuen Ort ankommen, an dem man die Sprache und die Kultur kaum kennt und überwältigt ist von all den neuen Eindrücken, macht mich lebendig. In diesen Momenten pulsiert das pure Leben durch meine Adern und ich liebe das. Deshalb ist auch mein Bücherregal voller Geschichten aus aller Welt. Egal ob Sahara, Amazonas und das Himalaya – ich möchte (gedanklich und in echt) überall hin. Bücher, die an fremden Orten spielen, ziehen mich magisch an.
Diesen Sommer gibt es aber einen Ort, an den ich literarisch am meisten gereist bin und an den ich deswegen andauernd denke: Die Mongolei. Angefangen hat es mit der Netflixserie „Marco Polo“ – und seitdem bin ich wie besessen von Marco Polo und der Mongolei. Ich finde die Gegend, die Kultur, die Geschichte und auch diese mysteriöse Figur Marco Polo unglaublich faszinierend. Deshalb habe ich allein im Juli ein Buch über Marco Polo gelesen und eines von Galsan Tschinag („Im Land der zornigen Winde“), einem mongolischen Schamanen, der in Deutschland aufgewachsen ist, gelesen.
Während ihr diesen Beitrag lest, werde ich wahrscheinlich gerade „Auf den Spuren Dschingis Khans“ von Tim Cope lesen, ein unglaublicher Reisebericht. Cope ritt über 3 Jahre lang von der Mongolei bis nach Europa – was für ein wahnsinniges, wunderschönes Abenteuer.
Und dann gibt es natürlich noch die Sachbücher zu Marco Polo, der Mongolei, Kublai Khan und Dschingis Khan, die ich lesen möchte.
Mein Geist möchte in die Weite dieser Steppe eintauchen. Möchte in einer Jurte leben, möchte nomadisch umherziehen und dem blauen Himmel für dieses wundervolle Leben danken. Und was wäre besser, als diese Geschichten im Sommer unter dem eigenen blauen Himmel zu lesen?

Aurelia von Geekgeflüster

Mein literarisches Reiseziel in diesem Sommer war eines, an dem ich schon im letzten einmal war. Und zwei Jahre davor. Mit “Blutstolz”, dem wunderbar dicht erzählten Auftakt der “Die zerschlagenen Reiche”-Reihe, habe ich mich von Evie Manieri erneut nach Shadar entführen lassen. Ein heißes Wüstenland, das von skrupellosen Fremden, den Norländern erobert wurde und zum Zeitpunkt der Handlung von “Blutstolz” nun beherrscht wird.
Ich bin deshalb dorthin zurückgekehrt, weil ich zu dem Zeitpunkt, an dem ich es wieder angefangen habe, sehr im Stress war und keine Ruhe für ein Buch hatte, das ich noch nicht kenne. In diesen Phasen kann es passieren, dass ich tagelang, manchmal auch länger, den Roman, den ich im Moment lese, nicht anfasse, weil ich genug Sachbücher für die Uni zu lesen habe, und dann tut eine vertraute Geschichte gut.
Außerdem mag ich die Welt und ihre Bewohner. Die heiße Wüstenlandschaft, in der die Figuren des Romans um ihr Glück kämpfen, fasziniert mich, ganz zu schweigen von den unterdrückten Shadari selbst und ihrer unermüdlichen Hoffnung auf Rettung aus der Sklaverei. Eine Hoffnung, die sie sogar dazu bringt, eine legendäre Söldnerin anzuheuern, ohne zu ahnen, worauf sie sich damit eigentlich einlassen. Ich mag auch die Norländer der Geschichte. Ich mag Eofar, den etwas zu gutgläubigen Sohn des Statthalters genauso wie seine beiden Schwestern. Frea, die zwar als Antagonistin auftaucht, aber wie jemand wirkt, der sich durch nichts aufhalten lässt, und Isa, die verzweifelt um ihren Platz in der Welt kämpft und am Ende eigentlich gar nicht weiß, was genau sie sucht.
Seit ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, hat mich diese Konstellation fasziniert. Das Wechselspiel aus Hitze und Kälte, für das die Shadari und die Norländer stehen, während die scheinbare Kluft zwischen diesen Extremen durchgängig überbrückt und sich als kleiner entpuppt als sie zuerst erschien. Eigentlich bin ich aus Zeitmangel dorthin zurückgekehrt, aber tatsächlich gefällt mir diese Welt ganz gut.


Pssst! Diese beiden Bloggerinnen haben seit Kurzem auch extrem interessante Podcasts, die ich super gerne höre und euch ans Herz legen kann.
Tasmin: 24 Chances
Aurelia, Steffi und Katharina: Hell Yeah Hell No

Alle Sommerbücher auf einen Blick

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2 Gedanken zu “In welches Land bist du in diesem Jahr literarisch gereist? #1

  1. Da wir diesen Sommer auch eine Blogtour zum Thema Italien laufen haben und ich dort auch im Urlaub war, habe ich mehrere Bücher gelesen die dort spielen, oder italienische Autoren hatten. Es war ganz lustig, dass ich ein Buch in Italieners extra mit in Urlaub genommen habe, dort aber feststellte, das es größtenteils in Afghanistan spielte…
    Viele Grüße
    Silvia

    Gefällt 1 Person

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