Dunkirk.

Die Kino-Aufgabe meiner Bucket List lautet: Gehe in einen Film, den du eigentlich nicht in Erwägung ziehen würdest.

Filme, für die ich normalerweise sofort ins Kino stürme, sind Verfilmungen eines Romans von Nicholas Sparks oder irgendeine andere witzig-romatische oder dramatische Liebesgeschichte. Mal mehr, mal weniger Kitsch, sodass ich mich am Ende gut unterhalten fühle. Kriegsfilme gehören eigentlich nicht zu dieser Kategorie. Deswegen war mein Entschluss, Dunkirk unbedingt sehen zu wollen, relativ spontan und wurde großzügig durch meine guten Erfahrungen mit Baby Driver (ebenfalls eine Art von Handlung, der ich sonst keine Beachtung schenke) begünstigt. Weiterlesen

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Walking on Sunshine.

Dass Frauen von Schuhen magisch angezogen werden, sagt das Klischee. Bei mir ist schlichtweg das Gegenteil der Fall. Denn, wo andere ein ganzes Zimmer voller Schuhe haben, habe ich ein Paar, das ich immer trage. Schuhe, die mir gefallen, befinden sich meistens an den Füßen anderer Menschen. Um etwas Passendes für mich zu finden, können schon mal ein paar nervenaufreibende und frustrierende Tage in extrem vielen Schuhgeschäften vergehen. Manchmal wird sogar eine Tragödie in mehreren Akten daraus. Doch ist dieses eine Schuhexemplar endlich gefunden, besteht eine Bindung für die Ewigkeit. Oder eben solange, bis die Sohle ausgelaufen ist, der Schnürsenkel abreißt oder ich sie einfach nicht mehr sehen kann. Dann nützen sie nur noch etwas für Spaziergänge am Strand. Weiterlesen

Sommerträume und Feuerwerke.

In einem meiner letzten Posts bei Instagram habe ich beschrieben, dass ich versuchen möchte, ein bisschen gelassener durch die heißen Tage zu gehen. Tatsächlich funktioniert das mit der Gelassenheit erstaunlich gut. Der Sommer bleibt nicht ewig und ich weiß ganz sicher, womit ich ihn nicht verbringen möchte. Denn im Grunde wurde mir in diesen Wochen bewusst: Das ganze Gemeckere macht einfach nur müde, mehr als die Hitze es sowieso schon tut. Es ist zu heiß, zu kalt, zu viel Regen, zu wenig Wind – nie wird es recht sein. Und warum sollte man diese ganze Energie mit etwas verschwenden, was sich überhaupt nicht ändern lässt? Da fällt einem doch sicher wichtigeres ein. Weiterlesen

Märchen schreibt die Zeit in des Dichters Kleid

… die Schöne und das Biest.

Es ist mit Abstand eines meiner liebsten Märchen und (neben Der König der Löwen) mein Lieblingsfilm von Disney. Umso mehr freute es mich, als bekannt wurde, dass es, nachdem Disney 1991 eines seiner unvergesslichen Meisterwerke schuf, eine neue Verfilmung geben sollte. Es ist genau diese Liebesgeschichte, die mich schon mein ganzes Leben begleitet. Als Kind sah ich den Zeichentrickfilm, als Jugendliche mehrmals verschiedene Versionen des Musicals. Was vor mehreren tausend Jahren als Volksmärchen begann, wurde von Villeneuve und später von Beaumont aufgegriffen und weltberühmt. Zu oscarprämierten Liedern wird gesungen und getanzt, was der Handlung den bereits bekannten Disney-Charme verleiht. Die Protagonisten stahlen sich einen Platz in meinem Herzen, doch für viele weitere war ebenfalls Platz. Zum Beispiel der selbstsüchtige Gaston und sein Begleiter Lefou, die nicht immer durch Intelligenz auf sich aufmerksam machten. Oder der ideenreiche Kerzenleuchter Lumière und die knauserige Standuhr Von Unruh, deren Freundschaft sich in ihren endlosen Unstimmigkeiten zeigt. Nicht zu vergessen der kleine verspielte Tassilo. All diese Charaktere machen die Geschichte zeitlos und lebendig. Oft fragte ich mich, wie es wohl wäre, wenn unsere häuslichen Gebrauchsgegenstände ein Eigenleben hätten? Weiterlesen

Irgendwann ist jetzt.

eliza

›Riskiere was!‹, hatte meine Großmutter gesagt. ›Hör auf zu planen. Lass das Leben entscheiden!‹.

aus Kim Nina Ocker: Eliza will Fahrrad fahren

Eliza ist eine aktive, immer positiv denkende Frau. Man könnte auch ganz einfach sagen: eine der coolsten Omas der Welt – selbst wenn sie nicht so genannt werden möchte. Sie hat eine Bucket List mit neunundzwanzig Punkten, von denen die meisten noch abzuarbeiten wären. Doch leider kann sie das nach einem erlittenen Schlaganfall nicht mehr selbst erledigen. Das überlässt sie ihrer eher weniger abenteuerlustigen Enkelin Harlow. Die, so würde Eliza wohl sagen, müsste sich endlich mal den Stock aus dem werten Hinterteil ziehen und das Leben vor die Herausforderung stellen, ihr alles zu zeigen, was es zu bieten hat. Harlow ist skeptisch, doch da Eliza schon immer eine wichtige Bezugsperson war, lässt sie sich darauf ein. Damit beginnt Harlows Reise ins Leben mit der ersten Station in Seattle. Dort lernt sie Jesse kennen, der für das Gelingen ihres Auftrags unverzichtbar wird.
Ein Roadtrip verbunden mit einer Geschichte, die mich zum Weinen, Lachen und Nachdenken brachte. Weiterlesen