Märchen schreibt die Zeit in des Dichters Kleid

… die Schöne und das Biest.

Es ist mit Abstand eines meiner liebsten Märchen und (neben Der König der Löwen) mein Lieblingsfilm von Disney. Umso mehr freute es mich, als bekannt wurde, dass es, nachdem Disney 1991 eines seiner unvergesslichen Meisterwerke schuf, eine neue Verfilmung geben sollte. Es ist genau diese Liebesgeschichte, die mich schon mein ganzes Leben begleitet. Als Kind sah ich den Zeichentrickfilm, als Jugendliche mehrmals verschiedene Versionen des Musicals. Was vor mehreren tausend Jahren als Volksmärchen begann, wurde von Villeneuve und später von Beaumont aufgegriffen und weltberühmt. Zu oscarprämierten Liedern wird gesungen und getanzt, was der Handlung den bereits bekannten Disney-Charme verleiht. Die Protagonisten stahlen sich einen Platz in meinem Herzen, doch für viele weitere war ebenfalls Platz. Zum Beispiel der selbstsüchtige Gaston und sein Begleiter Lefou, die nicht immer durch Intelligenz auf sich aufmerksam machten. Oder der ideenreiche Kerzenleuchter Lumière und die knauserige Standuhr Von Unruh, deren Freundschaft sich in ihren endlosen Unstimmigkeiten zeigt. Nicht zu vergessen der kleine verspielte Tassilo. All diese Charaktere machen die Geschichte zeitlos und lebendig. Oft fragte ich mich, wie es wohl wäre, wenn unsere häuslichen Gebrauchsgegenstände ein Eigenleben hätten? Weiterlesen

Irgendwann ist jetzt.

eliza

›Riskiere was!‹, hatte meine Großmutter gesagt. ›Hör auf zu planen. Lass das Leben entscheiden!‹.

aus Kim Nina Ocker: Eliza will Fahrrad fahren

Eliza ist eine aktive, immer positiv denkende Frau. Man könnte auch ganz einfach sagen: eine der coolsten Omas der Welt – selbst wenn sie nicht so genannt werden möchte. Sie hat eine Bucket List mit neunundzwanzig Punkten, von denen die meisten noch abzuarbeiten wären. Doch leider kann sie das nach einem erlittenen Schlaganfall nicht mehr selbst erledigen. Das überlässt sie ihrer eher weniger abenteuerlustigen Enkelin Harlow. Die, so würde Eliza wohl sagen, müsste sich endlich mal den Stock aus dem werten Hinterteil ziehen und das Leben vor die Herausforderung stellen, ihr alles zu zeigen, was es zu bieten hat. Harlow ist skeptisch, doch da Eliza schon immer eine wichtige Bezugsperson war, lässt sie sich darauf ein. Damit beginnt Harlows Reise ins Leben mit der ersten Station in Seattle. Dort lernt sie Jesse kennen, der für das Gelingen ihres Auftrags unverzichtbar wird.
Ein Roadtrip verbunden mit einer Geschichte, die mich zum Weinen, Lachen und Nachdenken brachte. Weiterlesen

I’m ready for love, 2017!

neujahr

Erst seit drei Tagen schreiben wir an den Rand jeder Seite die Jahreszahl 2017. Oft passiert es dabei, dass einem die letzte Ziffer nicht so leicht von der Hand geht, denn noch ist sie nicht zur Gewohnheit geworden. Dafür wird ausreichend Platz geboten, um mit Motivation, reichlich Elan und Tatendrang guten Vorsätzen nachzugehen. Nichts scheint dagegen zu sprechen, endlich irgendetwas zu tun; oder eben nicht mehr zu tun. Doch, wenn wir ehrlich sind, schaffen es die meisten dieser Vorhaben nicht mal bis zum nächsten Frühling. Und das müssen sie auch gar nicht. Weiterlesen

Emotionale Achterbahn

Auch, wenn man meinem Sternzeichen eine gewisse Affinität zu diesem Ort zuspricht, hasse ich Krankenhäuser. Sie sind kein Ort, an dem ich mich besonders gerne aufhalte. Sollte ich mal eines betreten müssen, bin ich auf dem schnellsten Weg wieder draußen – ohne großartig nach links und rechts gesehen oder etwas angefasst zu haben.
Deswegen vermeide ich es normalerweise auch mir Krankenhausserien wie Emergency Room oder Grey’s Anatomy anzusehen. Nach meiner eigenen Vorstellung sind die dort Szenen nämlich immer mit viel zu viel Blut und offenen Körperstellen verbunden oder so kitschig emotional dargestellt, dass mich das viel zu sehr mitnimmt. Weiterlesen

Lieber Herbst, da bist du endlich!

Morgen ist kalendarischer Herbstanfang und endlich kann man das Wetter auch dieser Jahreszeit entsprechend bezeichnen. Als es in den ersten Septemberwochen so warm war, hatte ich ein bisschen Angst, dass er dieses Jahr leider ausfallen muss.
Natürlich hat jede Jahreszeit ihre schönen Seiten und so sitze ich nicht das ganze restliche Jahr hier und warte, bis es endlich Herbst wird. Trotzdem fühle ich mich in der Übergangszeit, in der es ein bisschen kühler wird, am wohlsten. Ich bin ich ein Herbstmädchen. Weiterlesen