Als Internetseiten noch rein statisch waren

Hello Friend

Liebe Annie,

deine letzte Kolumne ergänzt sich mit meinem Text, der damals dazu führte, dass wir mit diesen Briefen begannen. Manchmal treffen wir Entscheidungen, ohne zu wissen, wohin sie uns eigentlich führen. Damals hatte ich tatsächlich ein bisschen Angst davor, dass sich zwischen uns einiges ändern könnte, würde ich einen Schritt zurückgehen – oder besser gesagt, einen Schritt weg von dem, was uns verbindet. Doch du bist diesen Schritt ohne langes Überlegen einfach mitgegangen. Dadurch wurde mir wieder einmal bewusst, dass eine beste Freundin zu haben, mehr bedeutet als nur das gleiche Hobby zu teilen. Dort, wo du bist, wird man auch mich finden.
Es hat mich sehr berührt, denn wir hatten damals wirklich sehr viel Spaß. Andererseits haben wir uns in den ganzen Jahren, die mittlerweile dazwischenliegen, verändert, sodass wir vielleicht gar nicht mehr zu der damaligen Umgebung passen würden. Falls also Hermine mal mit ihrem Zeitumkehrer vorbeikommt, wäre es vielleicht besser, einfach im Jetzt zu bleiben und die Abenteuer zu erleben, die noch auf uns warten.

Trotzdem war auch ich in der letzten Woche ein kleines bisschen nostalgisch veranlagt, denn ich habe mein CD Regal nach meiner ersten selbst gekauften CD durchsucht. Beim Anblick der vielen alten Scheiben, auf die man meine damaligen Lieblingsstücke gepresst hat, kamen mir Erinnerungen, die schon extrem lange zurückliegen. Früher war es quasi eine Auszeichnung eines dieser Alben zu besitzen. Kann man heutzutage, im Zeitalter der Streaming Dienste, überhaupt noch jemanden damit beeindrucken, dass man dieses eine Album eines bestimmten Künstlers hat? Früher gab es den Zugang zu all den vielen Liedern gar nicht, sodass man seinen Musikgeschmack über den Besitz dieser definierte. Weiterlesen

Als der April Musikliebemomente und neue Namen brachte

Hello Friend

Liebe Annie,

in der Kolumne ist es in den letzten Wochen ein wenig still geworden, was aber nicht daran lag, dass es nichts zu erzählen gab, sondern schlicht und einfach die Zeit fehlte, genau das zu tun. In diesem Brief habe ich die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst.

Der April brachte ein paar Neuerungen mit sich und so war es Zeit für neue Namen. In eingeweihten Kreisen nennt man mich anscheinend nun Laurentius. Wenn ich mir jemals vorstellen könnte unter einem Namen berühmt zu werden, dann selbstredend unter diesem… Oder auch nicht, denn eigentlich gefiel mir Lauretta immer ganz gut und #neinLaura hat doch auch schon einen gewissen Anklang gefunden. Aber so ist das eben mit den Ruf- und Spitznamen: Man kann sie sich leider nicht aussuchen, die Situation bringt sie mit sich.
Du hingegen hast deinem Blog einen neuen Namen und ein neues Design verpasst. So wurde aus Kleinstadthipster kurzer Hand Miss Micropolitan. Die beste der besten findet ihr nun unter folgendem Link: https://missmicropolitan.wordpress.com.
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Als ich frühlingshafte Kleinstadtmomente beobachtete

Hello Friend

Liebe Annie,

nachdem die Uhr umgestellt wurde, hatte ich das Gefühl, dass sämtliche Menschen ihre Winterquartiere verlassen haben, um die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres zu genießen. Besonders fiel mir das am Dienstagabend auf, da ich aufgrund einer Streckensperrung einen kleinen Umweg fahren musste, um mit dem Auto an mein Ziel zu gelangen. Noch in der Woche davor sah man niemanden in den kleinen Gässchen und auf einmal tummelten sich unzählig viele Leute, die den unterschiedlichsten Tätigkeiten nachgingen. So bemerkte ich zum ersten Mal ein kleines Café und an einer Straßenecke sah ich jemanden auf einem Mauervorsprung sitzen, der über seine Kopfhörer Musik hörte und zusätzlich mindestens zehn CDs in den Händen hielt. #Kleinstadt Weiterlesen

Als ich mich fragte, wer Nils Treib ist

Hello Friend

Liebe Annie,

da wir gestern Abend sehr lange miteinander gesprochen haben, bin ich gar nicht mehr dazu gekommen, diese Kolumne zu schreiben. Aber so schlimm ist das gar nicht, denn somit kann ich diesen Montag nutzen, um einem Mitglied unserer liebsten britischen Familie, den Fletchers, zum heutigen dreijährigen Geburtstag zu gratulieren. Alles Gute, Buzz!

Mit dem Frühling ist in unseren Haushalt seit kurzem ein neues Sportgerät eingezogen. Das Vibrance Board (Vibrationstrainer) unterstützt meinen Fitnessprogramm, indem ich dort mindestens neun Minuten draufstehe und mich in einer hohen Geschwindigkeitsstufe durchschütteln lasse. Es ist ultimativ cool! Noch konnte ich mich zwar nicht dazu motivieren, die Übungen, die die Frau auf dem beigefügten Poster macht, nachzuturnen, aber vielleicht ändert sich das bald. Wie effektiv das dann ist, wird sich hoffentlich noch rausstellen. Weiterlesen

Als Träume von heute die Songs von morgen wurden

Hello Friend

Hallo Annie,

ich lache übrigens immer noch über deinen Witz mit Rea Garvey! Viel mehr freue ich mich allerdings auf den sympathischen Mann, der uns wirklich in ein paar Wochen erwartet. Erst recht, nachdem ich seinen Auftritt bei den Grammy Awards gesehen habe.
Wie sieht’s eigentlich aus, schauen wir am 22. Februar wieder die BRITs zusammen?

In dieser Woche hat mich das Buch von Alice Peterson und damit die Geschichte von Alice Martineau sehr beschäftigt. Durch Twitter bin ich zufällig auf die Veröffentlichung gestoßen und dachte zunächst, es handele sich hierbei um den ganz normalen Weg einer jungen Frau ins Musikbusiness, verpackt in einer Liebesgeschichte. Ich musste gar nicht lange nach näheren Informationen suchen, um zu erkennen, dass zwischen diesen Seiten weitaus mehr steckt. Weiterlesen