Landluft für den Instafame.

Sommer

Für diesen Sommer hatte ich mir im Vorfeld einiges an Büchern vorgenommen. Sogar extra eine Liste an sorgfältig ausgewählten Titeln hatte ich geschrieben. Dabei sollte ich eigentlich wissen: Beim Lesen bin ich absolut kein Typ für Listen. Deswegen kam es, wie es kommen musste. Ich habe nur ein einziges Buch davon gelesen. Andere Romane zogen meine Aufmerksamkeit auf sich und sorgten mit ihren Geschichten stattdessen für meine literarische Unterhaltung.


Aus der Großstadt ging es dann direkt mit Marianne aus Instafame oder Gummistiefel in Acryl von Mila Summers in einen Münchner Vorort, in dem es frische Landluft zu schnuppern gab. Etwas, was mir natürlich nicht unbekannt ist, da sich in meiner näheren Umgebung gleich mehrere Bauernhöfe mit sehr großen, daran angrenzenden Feldern befinden. Aber Urlaub auf dem Bauernhof scheint immer noch sehr beliebt zu sein. In meiner literarischen Variante gibt es alles, was zum bunten Treiben einer ländlichen Gemeinde dazugehört: rüstige Rentnerinnen mit ganz viel Eierlikör, das besten Apfelkuchenrezept der Welt, das Wichtigste aus der Nachbarschaft, Gummistiefel und das Gefühl nach Hause zu kommen. Das klingt definitiv nach einer einladenden Umgebung, in der man sich sofort willkommen fühlt. Außerdem sollte es doch ausreichend Stoff zum Erzählen bieten, oder? Weiterlesen

Advertisements

Blind Date mit München

Sommer

Für diesen Sommer hatte ich mir im Vorfeld einiges an Büchern vorgenommen. Sogar extra eine Liste an sorgfältig ausgewählten Titeln hatte ich geschrieben. Dabei sollte ich eigentlich wissen: Beim Lesen bin ich absolut kein Typ für Listen. Deswegen kam es, wie es kommen musste. Ich habe nur ein einziges Buch davon gelesen. Andere Romane zogen meine Aufmerksamkeit auf sich und sorgten mit ihren Geschichten stattdessen für meine literarische Unterhaltung.


Bisher war ich noch nie in München. Das heißt, so ganz stimmt das nicht, denn ich war mal auf der Durchreise im Münchner Flughafen. Doch irgendwie zählt das für mich nicht richtig, mehr als einen Blick von oben bei Nacht (zur Zeit des Oktoberfestes) habe ich davon nicht mitgenommen. Mit dem Roman 150 Days to Date von Katharina Lang habe ich mich gefühlt einmal quer durch München gedatet. Schon in der Hello Friend Kolumne erzählte ich, wie sehr mich dieses Buch begeistern konnte. Einen Mann, der die passende Begleitung für die Hochzeit der besten Freundin hergibt und eventuell sogar noch für den Rest des Lebens taugt, findet man nicht um die Ecke. Weiterlesen

Walking on Sunshine.

Dass Frauen von Schuhen magisch angezogen werden, sagt das Klischee. Bei mir ist schlichtweg das Gegenteil der Fall. Denn, wo andere ein ganzes Zimmer voller Schuhe haben, habe ich ein Paar, das ich immer trage. Schuhe, die mir gefallen, befinden sich meistens an den Füßen anderer Menschen. Um etwas Passendes für mich zu finden, können schon mal ein paar nervenaufreibende und frustrierende Tage in extrem vielen Schuhgeschäften vergehen. Manchmal wird sogar eine Tragödie in mehreren Akten daraus. Doch ist dieses eine Schuhexemplar endlich gefunden, besteht eine Bindung für die Ewigkeit. Oder eben solange, bis die Sohle ausgelaufen ist, der Schnürsenkel abreißt oder ich sie einfach nicht mehr sehen kann. Dann nützen sie nur noch etwas für Spaziergänge am Strand. Weiterlesen

Sommerträume und Feuerwerke.

In einem meiner letzten Posts bei Instagram habe ich beschrieben, dass ich versuchen möchte, ein bisschen gelassener durch die heißen Tage zu gehen. Tatsächlich funktioniert das mit der Gelassenheit erstaunlich gut. Der Sommer bleibt nicht ewig und ich weiß ganz sicher, womit ich ihn nicht verbringen möchte. Denn im Grunde wurde mir in diesen Wochen bewusst: Das ganze Gemeckere macht einfach nur müde, mehr als die Hitze es sowieso schon tut. Es ist zu heiß, zu kalt, zu viel Regen, zu wenig Wind – nie wird es recht sein. Und warum sollte man diese ganze Energie mit etwas verschwenden, was sich überhaupt nicht ändern lässt? Da fällt einem doch sicher wichtigeres ein. Weiterlesen

Als ich Fragen zu beantworten hatte

Hello Friend

Liebe Annie,

ich hoffe, du bist inzwischen wieder etwas ausgeschlafener, sodass du nicht wieder mit einem Exkurs in die japanische Sprache oder Referenzen zu Bollywood antwortest, wenn dich jemand nach den Lichtverhältnissen des Raumes fragt. (Anmerkung: Sie hört mir einfach nicht zu.)

Zugegeben, mit dir als bester Freundin kann man seine allgemeinen Ansprüche an eine Freundschaft schon mal etwas höher ansiedeln als vielleicht normal wäre. (Ohne Hüpfburg möchte ich jetzt auch nicht mehr heiraten!) Trotzdem würde ich nicht sagen, dass meine Erwartungen damit astronomisch hoch und unerfüllbar sind. Aber mit genau so einer Aussage war ich in dieser Woche konfrontiert. Und tatsächlich ließ ich mich auf eine Diskussion ein – in der nur ich diskutierte. Ob es nun daran lag, dass die Gegenseite überhaupt keine Argumente hatte oder mir eben „einfach nur ein paar Fragen stellen wollte“, kann ich abschließend nicht beantworten. Und das war nur eine der Situationen, in denen ich das Bild unserer guten indonesischen Freundin vor Augen hatte, wie sie fassungslos mit dem Kopf schüttelt und sagt „Was ist los mit deutsche Männer?“. Beim Verhalten eines anderen männlichen Exemplars fühlte ich mich gezwungen, dieses allein mit einer taktischen und psychopathisch angelegten Vorgehensweise zu erklären, die so oder so ähnlich als Vorlage für den nächsten Dan Brown Romans herhalten könnte. Weiterlesen