Ich habe ihn geliebt.

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„Im Endeffekt ist es pure Zeitverschwendung für dich“, sagt ein Freund, dem ich gerade eine aktuelle Situation aus meinem Leben geschildert habe, und widmet mir dabei einen vielsagenden Blick.
„Es ist nicht schlimm, wenn du deine Vorstellungen in Sachen Liebe hast und diese noch nicht erfüllt wurden“, erklärt er weiter, „Es ist auch vollkommen in Ordnung, den Hoffnungen, die er sich macht, nicht nachgeben zu wollen.“
Er hat es auf den Punkt gebracht, denn eigentlich will ich diesen Typen, der derzeit versucht meine Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen, gar nicht. Zumindest nicht so, wie ich jemand anderen mal gewollt hätte.

Die Liebe ist wahrscheinlich das Thema, über das wir mit Bekannten oder besten Freunden am häufigsten sprechen. ‚Wer mit wem‘ dominiert die Klatschspalten der Zeitungen und Internetportale. Eine Datingkolumne eines Lifestylebloggers jagt die nächste, wenn es mal wieder nicht funktioniert hat. Ich habe mit dem Schreiben angefangen, weil ich liebte und schließlich liebte ich das Schreiben. Romane und unendlich viele Texte werden verfasst, um dieses Thema in all seinen Facetten zu ergründen.
Was ist es, das den Unterschied ausmacht zwischen einem Interesse, das möglichweise schnell wieder verschwindet, und dem Verliebt sein?
Wann ist man wirklich verliebt?
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Überall nur noch Fanfiction?

… oder: Wie die Grenzen zwischen literarischer und realer Welt verschwimmen.

In den letzten Wochen habe ich mich öfter gefragt, woher eigentlich die Ideen und die Inspiration vieler Geschichten kommen, die heutzutage geschrieben werden. Dabei ist mir ein Trend aufgefallen, den es in der Form vielleicht erst seit kurzem gibt. Aus Fanfictions, die es noch vor einigen Jahren nur auf Internetplattformen gab, entstehen gedruckte Bücher, die es über die Buchhandlungen bis in die eigenen Regale schaffen. Aus bereits bekannten Figuren oder Personen, die man entweder übernehmen oder charakterlich verändern kann, werden neue Zusammenhänge und Handlungsstränge konstruiert. Am Aussehen der handelnden Personen beziehungsweise ihren prägnanten Merkmalen wird meistens nichts geändert. Pinterest macht es möglich, dass man sich ein noch besseres optisches Bild machen kann. Pins von Schauspielern oder Sängern landen auf den Storyboards, die dem Leser eine genaue Ergänzung geben wie ein beschriebener Charakter zu sein hat. Und das sogar über den eigentlich geschriebenen Text hinaus. Weiterlesen

Als ich frühlingshafte Kleinstadtmomente beobachtete

Hello Friend

Liebe Annie,

nachdem die Uhr umgestellt wurde, hatte ich das Gefühl, dass sämtliche Menschen ihre Winterquartiere verlassen haben, um die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres zu genießen. Besonders fiel mir das am Dienstagabend auf, da ich aufgrund einer Streckensperrung einen kleinen Umweg fahren musste, um mit dem Auto an mein Ziel zu gelangen. Noch in der Woche davor sah man niemanden in den kleinen Gässchen und auf einmal tummelten sich unzählig viele Leute, die den unterschiedlichsten Tätigkeiten nachgingen. So bemerkte ich zum ersten Mal ein kleines Café und an einer Straßenecke sah ich jemanden auf einem Mauervorsprung sitzen, der über seine Kopfhörer Musik hörte und zusätzlich mindestens zehn CDs in den Händen hielt. #Kleinstadt Weiterlesen

Märchen schreibt die Zeit in des Dichters Kleid

… die Schöne und das Biest.

Es ist mit Abstand eines meiner liebsten Märchen und (neben Der König der Löwen) mein Lieblingsfilm von Disney. Umso mehr freute es mich, als bekannt wurde, dass es, nachdem Disney 1991 eines seiner unvergesslichen Meisterwerke schuf, eine neue Verfilmung geben sollte. Es ist genau diese Liebesgeschichte, die mich schon mein ganzes Leben begleitet. Als Kind sah ich den Zeichentrickfilm, als Jugendliche mehrmals verschiedene Versionen des Musicals. Was vor mehreren tausend Jahren als Volksmärchen begann, wurde von Villeneuve und später von Beaumont aufgegriffen und weltberühmt. Zu oscarprämierten Liedern wird gesungen und getanzt, was der Handlung den bereits bekannten Disney-Charme verleiht. Die Protagonisten stahlen sich einen Platz in meinem Herzen, doch für viele weitere war ebenfalls Platz. Zum Beispiel der selbstsüchtige Gaston und sein Begleiter Lefou, die nicht immer durch Intelligenz auf sich aufmerksam machten. Oder der ideenreiche Kerzenleuchter Lumière und die knauserige Standuhr Von Unruh, deren Freundschaft sich in ihren endlosen Unstimmigkeiten zeigt. Nicht zu vergessen der kleine verspielte Tassilo. All diese Charaktere machen die Geschichte zeitlos und lebendig. Oft fragte ich mich, wie es wohl wäre, wenn unsere häuslichen Gebrauchsgegenstände ein Eigenleben hätten? Weiterlesen

Als ich mich fragte, wer Nils Treib ist

Hello Friend

Liebe Annie,

da wir gestern Abend sehr lange miteinander gesprochen haben, bin ich gar nicht mehr dazu gekommen, diese Kolumne zu schreiben. Aber so schlimm ist das gar nicht, denn somit kann ich diesen Montag nutzen, um einem Mitglied unserer liebsten britischen Familie, den Fletchers, zum heutigen dreijährigen Geburtstag zu gratulieren. Alles Gute, Buzz!

Mit dem Frühling ist in unseren Haushalt seit kurzem ein neues Sportgerät eingezogen. Das Vibrance Board (Vibrationstrainer) unterstützt meinen Fitnessprogramm, indem ich dort mindestens neun Minuten draufstehe und mich in einer hohen Geschwindigkeitsstufe durchschütteln lasse. Es ist ultimativ cool! Noch konnte ich mich zwar nicht dazu motivieren, die Übungen, die die Frau auf dem beigefügten Poster macht, nachzuturnen, aber vielleicht ändert sich das bald. Wie effektiv das dann ist, wird sich hoffentlich noch rausstellen. Weiterlesen