Es riecht nach Regen.

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Foto von Nora Janine Strupp

oder: Ich gehe, um wiederzukommen. Part II

„Hör dem Mann zu!“, sagte meine beste Freundin während des Konzerts und sah mich dabei eindringlich an. Das tat sie immer bei einem dieser Lieder, deren Aussage war, dass man an sich selbst glauben solle. Mir kam es vage bekannt vor. Aber es war jemand völlig unbekanntes, der es dieses Mal erzählte.
KrisKraus sang von rollenden Steinen und dass man derjenige sein könnte, auf den es ankäme. In diesem Moment hat mein Herz endlich wieder etwas verstanden.

Heute ist einer dieser Tage, an denen man die Stunden nutzen kann, um abzuschalten. Ich öffne das Fenster und es riecht nach Regen. Beruhigend monoton prasselt er auf die Straße. Am Bordstein bildet sich ein kleines Rinnsal, das sich einen Weg bis zum nächsten Abfluss sucht. Ich stelle mir immer gerne vor, dass vom Regen alles, was man nicht mehr braucht, – auch ein schlechter Gedanke – einfach weggespült wird. Das trommelnde Geräusch vermischt sich fließend mit dem Rhythmus einzelner Titel der Playlist, die ich leise im Hintergrund laufen lasse. Die dadurch entstehende, gemeinsame Melodie ist das Einzige, das ich bewusst wahrnehme. Ansonsten kommt mir alles wahnsinnig still vor, was ich durch die letzten, ereignisreichen Tage fast gar nicht mehr gewohnt bin. Trotz der melancholischen Szenerie bin ich alles andere als traurig. Nicht mehr. Weiterlesen

Als Träume von heute die Songs von morgen wurden

Hello Friend

Hallo Annie,

ich lache übrigens immer noch über deinen Witz mit Rea Garvey! Viel mehr freue ich mich allerdings auf den sympathischen Mann, der uns wirklich in ein paar Wochen erwartet. Erst recht, nachdem ich seinen Auftritt bei den Grammy Awards gesehen habe.
Wie sieht’s eigentlich aus, schauen wir am 22. Februar wieder die BRITs zusammen?

In dieser Woche hat mich das Buch von Alice Peterson und damit die Geschichte von Alice Martineau sehr beschäftigt. Durch Twitter bin ich zufällig auf die Veröffentlichung gestoßen und dachte zunächst, es handele sich hierbei um den ganz normalen Weg einer jungen Frau ins Musikbusiness, verpackt in einer Liebesgeschichte. Ich musste gar nicht lange nach näheren Informationen suchen, um zu erkennen, dass zwischen diesen Seiten weitaus mehr steckt. Weiterlesen

Als ich The Kooks wiederentdeckte

Hello Friend

Liebe Annie,

ich entschuldige mich nun auf offiziellem Wege nochmal bei dir, dass du vor zwei Wochen zu tiefst betrübt und letztendlich vergebens auf die Kolumne gewartet hast. Ich habe wirklich versucht etwas nettes zu schreiben, kam aber zu keinem akzeptablen Ergebnis.
Dafür gibt es dieses Mal einiges, was ich nicht unerwähnt lassen kann. Weiterlesen

I’m ready for love, 2017!

neujahr

Erst seit drei Tagen schreiben wir an den Rand jeder Seite die Jahreszahl 2017. Oft passiert es dabei, dass einem die letzte Ziffer nicht so leicht von der Hand geht, denn noch ist sie nicht zur Gewohnheit geworden. Dafür wird ausreichend Platz geboten, um mit Motivation, reichlich Elan und Tatendrang guten Vorsätzen nachzugehen. Nichts scheint dagegen zu sprechen, endlich irgendetwas zu tun; oder eben nicht mehr zu tun. Doch, wenn wir ehrlich sind, schaffen es die meisten dieser Vorhaben nicht mal bis zum nächsten Frühling. Und das müssen sie auch gar nicht. Weiterlesen

Als die Liebe noch nicht ganz verloren war

Hello Friend

Liebe Annie,

ausgestattet mit einer warmen Tasse Früchtetee, Lebkuchen und frisch gebackenen Zimtschnecken, beginne ich nun diesen Brief an dich.

Mein Wochenhighlight war der gemütliche Mädelsnachmittag zu dem wir uns mit unserer Lieblings-Julie trafen, um deinem London-Hangover ein wenig entgegenzuwirken. Das macht man – natürlich – am besten mit einem Kinobesuch und einem dazugehörigen Film direkt aus dem Herzen dieser Stadt: Bridget Jones‘ Baby.
Nachdem diese literarische und filmische Figur zumindest meine Jugend begleitet hat, war ich sehr gespannt auf dieses Wiedersehen.  Weiterlesen