Walking on Sunshine.

Dass Frauen von Schuhen magisch angezogen werden, sagt das Klischee. Bei mir ist schlichtweg das Gegenteil der Fall. Denn, wo andere ein ganzes Zimmer voller Schuhe haben, habe ich ein Paar, das ich immer trage. Schuhe, die mir gefallen, befinden sich meistens an den Füßen anderer Menschen. Um etwas Passendes für mich zu finden, können schon mal ein paar nervenaufreibende und frustrierende Tage in extrem vielen Schuhgeschäften vergehen. Manchmal wird sogar eine Tragödie in mehreren Akten daraus. Doch ist dieses eine Schuhexemplar endlich gefunden, besteht eine Bindung für die Ewigkeit. Oder eben solange, bis die Sohle ausgelaufen ist, der Schnürsenkel abreißt oder ich sie einfach nicht mehr sehen kann. Dann nützen sie nur noch etwas für Spaziergänge am Strand. Weiterlesen

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Als ich Fragen zu beantworten hatte

Hello Friend

Liebe Annie,

ich hoffe, du bist inzwischen wieder etwas ausgeschlafener, sodass du nicht wieder mit einem Exkurs in die japanische Sprache oder Referenzen zu Bollywood antwortest, wenn dich jemand nach den Lichtverhältnissen des Raumes fragt. (Anmerkung: Sie hört mir einfach nicht zu.)

Zugegeben, mit dir als bester Freundin kann man seine allgemeinen Ansprüche an eine Freundschaft schon mal etwas höher ansiedeln als vielleicht normal wäre. (Ohne Hüpfburg möchte ich jetzt auch nicht mehr heiraten!) Trotzdem würde ich nicht sagen, dass meine Erwartungen damit astronomisch hoch und unerfüllbar sind. Aber mit genau so einer Aussage war ich in dieser Woche konfrontiert. Und tatsächlich ließ ich mich auf eine Diskussion ein – in der nur ich diskutierte. Ob es nun daran lag, dass die Gegenseite überhaupt keine Argumente hatte oder mir eben „einfach nur ein paar Fragen stellen wollte“, kann ich abschließend nicht beantworten. Und das war nur eine der Situationen, in denen ich das Bild unserer guten indonesischen Freundin vor Augen hatte, wie sie fassungslos mit dem Kopf schüttelt und sagt „Was ist los mit deutsche Männer?“. Beim Verhalten eines anderen männlichen Exemplars fühlte ich mich gezwungen, dieses allein mit einer taktischen und psychopathisch angelegten Vorgehensweise zu erklären, die so oder so ähnlich als Vorlage für den nächsten Dan Brown Romans herhalten könnte. Weiterlesen