Froh dabei zu sein.

Poisel

Die ersten Sonnenstrahlen, die durch die Schlitze des Rollladen blitzen. An einem neuen Tag älter und erwachsen werden. Die Hoffnung, alles erleben zu können. Aus dem Fenster auf die noch leeren Straßen blicken. Ein Kuss auf die Stirn und eine Umarmung, die einen dazu verleitet, am liebsten im Bett bleiben zu wollen. Die Geborgenheit spüren. Der Nachbar, der seine Autotüren zuknallt als hätte er mindestens zehn davon. Der Duft von warmen Waffeln, Schokosoße und frisch aufgebrühtem Tee. Sich ausgeschlafen und glücklich fühlen. Der Schlüssel, der nie da liegt, wo man ihn zuletzt gesehen hat. Der Brief, den man erhält und neue Perspektiven schafft. Der Stolz, den man für andere empfindet. Die Frage, ob man alle Zutaten für’s Abendessen zu Hause hat. Weiterlesen

Interview mit der Autorin Kyra Groh

Kyra Grohs Debüt Pinguine lieben nur einmal erschien 2013, darauf folgte 2014 Halb drei bei den Elefanten und schließlich veröffentlichte sie Anfang 2016 ihren dritten Roman Tage zum Sternepflücken.
Mit ihrer lockeren, witzigen Art schreibt sie sich in die Herzen ihrer Leser und ich durfte ihr ein paar Fragen zu ihrem Schreiballtag und ihren Charakteren stellen.

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Quelle: Philipp Thor

 

Als allererstes würde ich gerne wissen, wie deine Schreibroutine aussieht? Hast du bestimmte Zeiten/Tage, an denen du schreibst oder schreibst du immer dann, wenn dir gerade etwas einfällt?

Es wäre schön, wenn ich immer genau dann zu Feder und Tinte (oder wohl eher: zur Tastatur) greifen könnte, wenn mir grade etwas einfällt. Aber meistens bin ich da in etwas unpässlichen Situationen. Bei einem Meeting in meinem Hauptjob zum Beispiel. Oder auf dem Fahrrad. Oder in einer Umkleidekabine. Eben genau dann, wenn es nicht passt Ich schreibe ehrlich gesagt dann, wenn Zeit und Motivation es zulassen. Oft an den Wochenenden oder, wenn ich Urlaub habe. Aber wenn ich eine gute Idee habe, tippe ich sie natürlich sofort als Notiz in mein Handy. Weiterlesen

Über eine lange Freundschaft

And you don’t have to wear your best fake smile
Don’t have to stand there and burn inside
No, if you don’t like it.
And you don’t have to care, so don’t pretend,
Nobody needs a best fake friend

James Bay – Best Fake Smile


Alles ist neu. In der Stadt, in der man für die nächsten Jahre das Gynmasium besucht, kennt man sich noch nicht aus. An die neuen Räumlichkeiten muss man sich erst noch gewöhnen. Es gibt nur ein paar bekannte Gesichter, die man aus der Grundschule kennt.

In der großen Pause sitzen zwei zehnjährige Mädchen zusammen auf einer Bank und teilen ihr mitgebrachtes Obst: Weintrauben und ein in Scheiben geschnittener Apfel. Es ist das erste Mal, dass sie miteinander sprechen. Weiterlesen

Rowan Coleman: Zwanzig Zeilen Liebe

»Wow«, sage ich, atemlos vor Glück. »Ben. Das ist er. Das ist der Tag, an dem alles beginnt.« Und irgendwie weiß ich, ganz gleich, was als Nächstes passiert, es wird wunderbar sein. (S. 397)

Zwanzig Zeilen für Hope

Liebe Hope,

in einem Leben mit der Krankheit Mukoviszidose gibt es keine Auszeit. Es ist keine Wohnung, die man abschließen und ein paar Tage verlassen kann, um Urlaub zu machen. Man nimmt es immer mit. Nichts ist naheliegender, als sich zu wünschen, „normal“ zu sein. Aber sind wir mal ehrlich, was ist denn schon normal? Normalität ist nicht das, was andere uns vorgeben. Die Medikamente, die Atemübungen, die Vorsicht und die Angst – das ist ein Teil deines Lebens und normal für dich. Bis auf den Zwischenfall, wegen dem du zur Genesung im Hospiz gelandet bist, hat es bisher doch ganz gut funktioniert.

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Colleen Hoover: Weil ich Layken liebe

Eigentlich stand dieser Roman unter keinem guten Stern, denn er hat von vorneherein schon zwei Schwachstellen, welche mich im Normalfall davon abhalten würden, überhaupt zu diesem Buch zu greifen. Da ich jedoch Colleen Hoover als Autorin kennen lernen wollte, sollte diese Geschichte den Anfang machen.

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