Blind Date mit München

Sommer

Für diesen Sommer hatte ich mir im Vorfeld einiges an Büchern vorgenommen. Sogar extra eine Liste an sorgfältig ausgewählten Titeln hatte ich geschrieben. Dabei sollte ich eigentlich wissen: Beim Lesen bin ich absolut kein Typ für Listen. Deswegen kam es, wie es kommen musste. Ich habe nur ein einziges Buch davon gelesen. Andere Romane zogen meine Aufmerksamkeit auf sich und sorgten mit ihren Geschichten stattdessen für meine literarische Unterhaltung.


Bisher war ich noch nie in München. Das heißt, so ganz stimmt das nicht, denn ich war mal auf der Durchreise im Münchner Flughafen. Doch irgendwie zählt das für mich nicht richtig, mehr als einen Blick von oben bei Nacht (zur Zeit des Oktoberfestes) habe ich davon nicht mitgenommen. Mit dem Roman 150 Days to Date von Katharina Lang habe ich mich gefühlt einmal quer durch München gedatet. Schon in der Hello Friend Kolumne erzählte ich, wie sehr mich dieses Buch begeistern konnte. Einen Mann, der die passende Begleitung für die Hochzeit der besten Freundin hergibt und eventuell sogar noch für den Rest des Lebens taugt, findet man nicht um die Ecke. Weiterlesen

Advertisements

Als ich Fragen zu beantworten hatte

Hello Friend

Liebe Annie,

ich hoffe, du bist inzwischen wieder etwas ausgeschlafener, sodass du nicht wieder mit einem Exkurs in die japanische Sprache oder Referenzen zu Bollywood antwortest, wenn dich jemand nach den Lichtverhältnissen des Raumes fragt. (Anmerkung: Sie hört mir einfach nicht zu.)

Zugegeben, mit dir als bester Freundin kann man seine allgemeinen Ansprüche an eine Freundschaft schon mal etwas höher ansiedeln als vielleicht normal wäre. (Ohne Hüpfburg möchte ich jetzt auch nicht mehr heiraten!) Trotzdem würde ich nicht sagen, dass meine Erwartungen damit astronomisch hoch und unerfüllbar sind. Aber mit genau so einer Aussage war ich in dieser Woche konfrontiert. Und tatsächlich ließ ich mich auf eine Diskussion ein – in der nur ich diskutierte. Ob es nun daran lag, dass die Gegenseite überhaupt keine Argumente hatte oder mir eben „einfach nur ein paar Fragen stellen wollte“, kann ich abschließend nicht beantworten. Und das war nur eine der Situationen, in denen ich das Bild unserer guten indonesischen Freundin vor Augen hatte, wie sie fassungslos mit dem Kopf schüttelt und sagt „Was ist los mit deutsche Männer?“. Beim Verhalten eines anderen männlichen Exemplars fühlte ich mich gezwungen, dieses allein mit einer taktischen und psychopathisch angelegten Vorgehensweise zu erklären, die so oder so ähnlich als Vorlage für den nächsten Dan Brown Romans herhalten könnte. Weiterlesen