Als ich kein Fan sein wollte

Hello Friend

Liebe Annie,

Taylor Swift is back on Spotify! Das war die dominierende News meiner Twitter Timeline, die ich nur mit mäßigem Interesse überscrollte. Mir hat sie auf dieser großen Musikparty noch nie gefehlt, aber für alle, die sie dort vermisst haben, ist das selbstverständlich etwas erfreuliches. Ich hingegen höre inzwischen lieber das aktuelle Soloalbum von Harry Styles.  Weiterlesen

Als Internetseiten noch rein statisch waren

Hello Friend

Liebe Annie,

deine letzte Kolumne ergänzt sich mit meinem Text, der damals dazu führte, dass wir mit diesen Briefen begannen. Manchmal treffen wir Entscheidungen, ohne zu wissen, wohin sie uns eigentlich führen. Damals hatte ich tatsächlich ein bisschen Angst davor, dass sich zwischen uns einiges ändern könnte, würde ich einen Schritt zurückgehen – oder besser gesagt, einen Schritt weg von dem, was uns verbindet. Doch du bist diesen Schritt ohne langes Überlegen einfach mitgegangen. Dadurch wurde mir wieder einmal bewusst, dass eine beste Freundin zu haben, mehr bedeutet als nur das gleiche Hobby zu teilen. Dort, wo du bist, wird man auch mich finden.
Es hat mich sehr berührt, denn wir hatten damals wirklich sehr viel Spaß. Andererseits haben wir uns in den ganzen Jahren, die mittlerweile dazwischenliegen, verändert, sodass wir vielleicht gar nicht mehr zu der damaligen Umgebung passen würden. Falls also Hermine mal mit ihrem Zeitumkehrer vorbeikommt, wäre es vielleicht besser, einfach im Jetzt zu bleiben und die Abenteuer zu erleben, die noch auf uns warten.

Trotzdem war auch ich in der letzten Woche ein kleines bisschen nostalgisch veranlagt, denn ich habe mein CD Regal nach meiner ersten selbst gekauften CD durchsucht. Beim Anblick der vielen alten Scheiben, auf die man meine damaligen Lieblingsstücke gepresst hat, kamen mir Erinnerungen, die schon extrem lange zurückliegen. Früher war es quasi eine Auszeichnung eines dieser Alben zu besitzen. Kann man heutzutage, im Zeitalter der Streaming Dienste, überhaupt noch jemanden damit beeindrucken, dass man dieses eine Album eines bestimmten Künstlers hat? Früher gab es den Zugang zu all den vielen Liedern gar nicht, sodass man seinen Musikgeschmack über den Besitz dieser definierte. Weiterlesen

Als ich mich auf die Suche nach Inspiration begab

Hello Friend

Liebe Annie,

ich hoffe, du hattest genug Zeit, um dein Geisterhaus-Trauma zu verarbeiten? Was man die sogenannte „Kerb“ nennt, hat dieses Wochenende bei uns Halt gemacht (vermutlich ohne solch eine verstörende Attraktion). Deswegen habe ich die Familie weggeschickt, um dir entspannt schreiben zu können. Weiterlesen

Interview mit der Autorin Kyra Groh

Kyra Grohs Debüt Pinguine lieben nur einmal erschien 2013, darauf folgte 2014 Halb drei bei den Elefanten und schließlich veröffentlichte sie Anfang 2016 ihren dritten Roman Tage zum Sternepflücken.
Mit ihrer lockeren, witzigen Art schreibt sie sich in die Herzen ihrer Leser und ich durfte ihr ein paar Fragen zu ihrem Schreiballtag und ihren Charakteren stellen.

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Quelle: Philipp Thor

 

Als allererstes würde ich gerne wissen, wie deine Schreibroutine aussieht? Hast du bestimmte Zeiten/Tage, an denen du schreibst oder schreibst du immer dann, wenn dir gerade etwas einfällt?

Es wäre schön, wenn ich immer genau dann zu Feder und Tinte (oder wohl eher: zur Tastatur) greifen könnte, wenn mir grade etwas einfällt. Aber meistens bin ich da in etwas unpässlichen Situationen. Bei einem Meeting in meinem Hauptjob zum Beispiel. Oder auf dem Fahrrad. Oder in einer Umkleidekabine. Eben genau dann, wenn es nicht passt Ich schreibe ehrlich gesagt dann, wenn Zeit und Motivation es zulassen. Oft an den Wochenenden oder, wenn ich Urlaub habe. Aber wenn ich eine gute Idee habe, tippe ich sie natürlich sofort als Notiz in mein Handy. Weiterlesen