Als ich tanzte, weil das die besseren Worte waren

Hello Friend

Liebe Annie,

Ich habe nun sehr lange auf das weiße Dokument gestarrt und gewartet, dass meine Finger anfangen, auf der Tastatur die Worte zu tippen, die erklären und ausdrücken, was ich in den letzten Tagen gefühlt habe. Aber ich bin sprachlos und vor allem fassungslos. Auf das, was beim Konzert von Ariana Grande in Manchester passiert ist, kann man sich nicht vorbereiten und erst recht nicht gewöhnen. Es wurde so viel mehr zerstört als auf den ersten Blick zu erkennen wäre. Diese Tränen und Wunden werden sich lange nicht trocknen lassen. Trotzdem war es tröstend zu sehen, wie gemeinsam mit dieser Tragödie umgegangen wurde.
Eigentlich habe ich nur eines zu sagen: Hört auf damit, so grausam zu sein. Hört einfach auf. Man sollte nämlich überhaupt keine Angst haben müssen, dass irgendjemand, den man liebt, nicht mehr nach Hause kommt – egal, wo man hingeht und auf welchem Teil der Erde man lebt. Aber leider ist es nicht so einfach und die Konflikte, die ausgetragen werden, sind weitaus verfahrener und komplizierter. Weiterlesen

Es riecht nach Regen.

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Foto von Nora Janine Strupp

oder: Ich gehe, um wiederzukommen. Part II

„Hör dem Mann zu!“, sagte meine beste Freundin während des Konzerts und sah mich dabei eindringlich an. Das tat sie immer bei einem dieser Lieder, deren Aussage war, dass man an sich selbst glauben solle. Mir kam es vage bekannt vor. Aber es war jemand völlig unbekanntes, der es dieses Mal erzählte.
KrisKraus sang von rollenden Steinen und dass man derjenige sein könnte, auf den es ankäme. In diesem Moment hat mein Herz endlich wieder etwas verstanden.

Heute ist einer dieser Tage, an denen man die Stunden nutzen kann, um abzuschalten. Ich öffne das Fenster und es riecht nach Regen. Beruhigend monoton prasselt er auf die Straße. Am Bordstein bildet sich ein kleines Rinnsal, das sich einen Weg bis zum nächsten Abfluss sucht. Ich stelle mir immer gerne vor, dass vom Regen alles, was man nicht mehr braucht, – auch ein schlechter Gedanke – einfach weggespült wird. Das trommelnde Geräusch vermischt sich fließend mit dem Rhythmus einzelner Titel der Playlist, die ich leise im Hintergrund laufen lasse. Die dadurch entstehende, gemeinsame Melodie ist das Einzige, das ich bewusst wahrnehme. Ansonsten kommt mir alles wahnsinnig still vor, was ich durch die letzten, ereignisreichen Tage fast gar nicht mehr gewohnt bin. Trotz der melancholischen Szenerie bin ich alles andere als traurig. Nicht mehr. Weiterlesen

Froh dabei zu sein.

Poisel

Die ersten Sonnenstrahlen, die durch die Schlitze des Rollladen blitzen. An einem neuen Tag älter und erwachsen werden. Die Hoffnung, alles erleben zu können. Aus dem Fenster auf die noch leeren Straßen blicken. Ein Kuss auf die Stirn und eine Umarmung, die einen dazu verleitet, am liebsten im Bett bleiben zu wollen. Die Geborgenheit spüren. Der Nachbar, der seine Autotüren zuknallt als hätte er mindestens zehn davon. Der Duft von warmen Waffeln, Schokosoße und frisch aufgebrühtem Tee. Sich ausgeschlafen und glücklich fühlen. Der Schlüssel, der nie da liegt, wo man ihn zuletzt gesehen hat. Der Brief, den man erhält und neue Perspektiven schafft. Der Stolz, den man für andere empfindet. Die Frage, ob man alle Zutaten für’s Abendessen zu Hause hat. Weiterlesen

Als du erklärtest, was ein Nussknacker ist

Hello Friend

Liebe Annie,

diese vorweihnachtliche Woche war voller Beste-Freundinnen-Momente und damit eine der lustigsten Wochen unseres gesamten Jahres. Sobald ich nun einen Nussknacker sehe, werde ich wohl an deine anschauliche Darstellung zurückdenken.

Den Auftakt dieser Woche machte das verschobene Konzert von Max Giesinger. Für mich definitiv ein Jahreshighlight, ich hatte so viel Spaß auf einem Konzert wie schon lange nicht mehr. Auf diese Superstars kann man sich eben doch verlassen! Vor allem, wenn sie ganz unerwartet das Ende einer langen Suche darstellen. Weiterlesen

Als endlich die Weihnachtszeit anfing

Hello Friend

Liebe Annie,

I feel Christmassy!
Endlich ist es soweit: Der DEZEMBER ist da und damit auch schon der letzte Monat des Jahres!
Während das anscheinend für viele zu bedeuten scheint, dass sie sich mit sämtlichen Einhornartikeln eindecken müssten (Mal ehrlich: Was soll das? Ich dachte, die Sache wäre spätestens mit dem Zeichentrickfilm über das letzte Einhorn erledigt gewesen!), habe ich mich doch für die alljährlich bewehrte Weihnachtsdekoration entschieden. Nachdem das erledigt war und auch die Adventskalender an ihren gewohnten Plätzen hängen, kann für mich Weihnachten kommen. Ja, tatsächlich habe ich schon Ende November fast alle Weihnachtsgeschenke gekauft und muss sie nur noch (mehr oder weniger schön) verpacken. Die Plätzchen sind vorrätig gebacken und sollten bis zum Fest ausreichen. Pünktlich zum ersten Advent habe ich dann, um die richtige musikalische Stimmung zu kreieren, Britney Spears‘ My Only With (This Year) laut aufgedreht.
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