Als ich tanzte, weil das die besseren Worte waren

Hello Friend

Liebe Annie,

Ich habe nun sehr lange auf das weiße Dokument gestarrt und gewartet, dass meine Finger anfangen, auf der Tastatur die Worte zu tippen, die erklären und ausdrücken, was ich in den letzten Tagen gefühlt habe. Aber ich bin sprachlos und vor allem fassungslos. Auf das, was beim Konzert von Ariana Grande in Manchester passiert ist, kann man sich nicht vorbereiten und erst recht nicht gewöhnen. Es wurde so viel mehr zerstört als auf den ersten Blick zu erkennen wäre. Diese Tränen und Wunden werden sich lange nicht trocknen lassen. Trotzdem war es tröstend zu sehen, wie gemeinsam mit dieser Tragödie umgegangen wurde.
Eigentlich habe ich nur eines zu sagen: Hört auf damit, so grausam zu sein. Hört einfach auf. Man sollte nämlich überhaupt keine Angst haben müssen, dass irgendjemand, den man liebt, nicht mehr nach Hause kommt – egal, wo man hingeht und auf welchem Teil der Erde man lebt. Aber leider ist es nicht so einfach und die Konflikte, die ausgetragen werden, sind weitaus verfahrener und komplizierter. Weiterlesen

Irgendwann ist jetzt.

eliza

›Riskiere was!‹, hatte meine Großmutter gesagt. ›Hör auf zu planen. Lass das Leben entscheiden!‹.

aus Kim Nina Ocker: Eliza will Fahrrad fahren

Eliza ist eine aktive, immer positiv denkende Frau. Man könnte auch ganz einfach sagen: eine der coolsten Omas der Welt – selbst wenn sie nicht so genannt werden möchte. Sie hat eine Bucket List mit neunundzwanzig Punkten, von denen die meisten noch abzuarbeiten wären. Doch leider kann sie das nach einem erlittenen Schlaganfall nicht mehr selbst erledigen. Das überlässt sie ihrer eher weniger abenteuerlustigen Enkelin Harlow. Die, so würde Eliza wohl sagen, müsste sich endlich mal den Stock aus dem werten Hinterteil ziehen und das Leben vor die Herausforderung stellen, ihr alles zu zeigen, was es zu bieten hat. Harlow ist skeptisch, doch da Eliza schon immer eine wichtige Bezugsperson war, lässt sie sich darauf ein. Damit beginnt Harlows Reise ins Leben mit der ersten Station in Seattle. Dort lernt sie Jesse kennen, der für das Gelingen ihres Auftrags unverzichtbar wird.
Ein Roadtrip verbunden mit einer Geschichte, die mich zum Weinen, Lachen und Nachdenken brachte. Weiterlesen